Singapur. A fine State.

Worüber lästert jeder zuerst, wenn er nach Singapur kommt? Richtig! Alles kostet Geld. Alles. Alles. Alles. Und man kann alles falsch machen. Alles. Und alles ist verboten… und mit einem bisschen Pech wird man einfach so erschossen. Naja, nicht ganz…

Hier ein kleiner Einblick ins Singapurer Strafregister:
Auf öffentlichen Plätzen rauchen: 500 Euro.
Wenn die Kippe dann weg geschnippt wird kommen 250 Euro dazu.
Fahrrad fahren in der Fußgängerzone: 500 Euro.
Essen in der UBahn: 500Euro

Diese und andere Perversitäten haben dem hübschen Stadtstaat den Spitznamen „A fine State“ – ein Strafenstaat – eingebracht. Kaugummi kauen war übrigens lange Zeit verboten. Jetzt gibt es aber wieder welche zu kaufen – allerdings nur auf Rezept.

…ich könnte mich stundenlang drüber amüsieren.

Bei allem Kopfschütteln muss man den Singapurern zu Gute halten, dass es einfach unfassbar gut funktioniert. Hier kann man einfach vom Boden essen. Es ist so unfassbar sauber – fast schon steril. Und im Gegensatz zu anderen Ländern in Südostasien gibt es hier praktisch keine Korruption. Steht wahrscheinlich auch die Todesstrafe drauf – bin da kein Experte.

Singapur. Das ist, als wenn in George Orwells „1984“ eine kunterbunte Knallbonbon-Bombe explodiert wäre. Das Leben ist hier ultra durchstrukturiert und geregelt. Auf den Rolltreppen kommt niemand auf die Idee auf die rechte Seite zu gehen. Man steht links. Rechts ist die Überholspur. Es steigt keiner in den Bus ein, bis nicht der Letzte ausgestiegen ist und niemand geht bei Rot über die Straße. Vielleicht lauert ja irgendwo ein Heckenschütze oder so…Wenn die Stadt nicht so quietschbunt wäre, fände ich das glaube ich ziemlich bedrückend.

Nein quatsch… Singapur ist eine wahnsinnige Stadt mit ebenso wahnsinnig viel Geld. Die 6,5 Millionen Einwohner gehören zu den reichsten Menschen der Welt. Wenn sie könnten, würden sie sich glaube ich eine 40 Km große klimatisierte Käseglocke überstülpen. Ich glaube sie hätten die Kohle dazu, aber nicht die Technik. Generell hält sich der Singapurer sehr ungerne draußen auf. Man kommt nirgendwo rein und raus, bevor man nicht mindestens 400 Shops passiert hat. Ich selbst habe eine halbe Stunde gebraucht, um aus der Ubahn Station raus zu kommen. Erstens weil ich mich in dem Gewirr aus Malls und Shops verfranst habe und zweitens weil kein Wegweiser zum „Exit“ gezeigt hat. Wozu auch? Geld ausgeben sollst Du, Tourist!

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