Penang. Moschee meets Wifi.

Juchu! Zivilisation! Endlich wieder Wlan. Endlich wieder Klimaanlage. Ich weiß, ich hab viel drüber gelästert, aber die Hitze macht mir gerade echt zu schaffen. 32 Grad klingt nicht viel, aber bei dieser Luftfeuchtigkeit. Alter. Egal. Genug gejammert.

Ich bin im wunderschönen Georgetown auf Penang, Malaysia. Wie Georgetown? Richtig. Es heißt immer noch so. Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät, dass die Kollegen aus London mal hier eingefallen sind und dementsprechend sieht es auch aus. Kolonial eben. Aber schön abgerockt. Echt nett anzusehen. Und bis auf Cricket ist auch nicht viel von den Engländern übrig geblieben.

Malaysia grenzt zwar direkt an Thailand ist aber ein komplett anderes Land. Muslimisch eben. Ein paar Hindus rennen hier rum, ein paar Buddhisten. Aber die meißten Frauen auf der Straße tragen hier Kopftuch. (Ich habe KEINE Ahnung, wie die das da drunter aushalten…)

Soweit, so Oberlehrer. Kein Buddhismus mehr, das bedeutet auch andere Straßenhändler. Nix Abstand, nix Wai’en und so… Voll drauf: „Sir come here!“, „No thanks“, „Come here!“, „No thanks.“ (er schon sauer) „COME!!!“. Mittlerweile hebe ich meinen Blick gar nicht mehr, ist weniger stressig.

Sehr beliebt ist auch das Touristen-Verarschen. Auch in Malaysia gilt die goldene Regel: Steig in kein Taxi ein, dass dich anspricht. Such es dir selber aus. Das gleiche gilt für Restaurants, Geschäfte und… naja Massagen eben 😉 Passt Du nicht auf, wirst Du mit Anlauf über den Tisch gezogen.

Mein Favorit des Tages war ein Taxifahrer der mich vor dem „Komtar Walk“ Einkaufszentrum angesprochen hat und mich zum „Komtar Walk“ Einkaufszentrum fahren wollte. Ich hab mich verwirrt umgedreht und auf das große Schild hinter mir gezeigt. „That’s not the right one! The other Komtar Walk is bigger. Much bigger“. Jaja, is klar.

Sehr schön sind auch die vermeintlich netten Einheimischen, die auf der Straße sitzen. Vor allem am Hafen und eben da wo Touristen rumlaufen, die gerade angekommen sind und Geld tauschen müssen. Die grinsen Dich dann an und Du denkst „ach cool… der sieht nett aus, ich frage den mal nach Currency Exchange“. Egal, wen man fragt. Er wird einem zuerst weißzumachen, dass es Sonntag ist und deswegen alle Banken zu haben. Der freundliche Hinweis darauf, dass heute Donnerstag ist, wird er mit „it’s sunday in Malaysia“ beantworten. Wahlweise wird er auch sagen, dass heute irgendein besonderer Typ Geburtstag hat und deswegen alles zu ist. Aber sein Freund, der hat auch „Big Business“. Da könne man jetzt hinlaufen und eben „Money Exchange“ machen. An der nächsten Ecke steht dann der nächste Experte mit der gleichen Masche. Nur mit anderem Freund im „Big Business“. Jaja, is klar.

Ich bin auch drauf reingefallen. Also jetzt nicht auf diese Money Exchange Sache, aber auf nen Kerl der mich im fließenden Englisch angesprochen hat, ob ich denn nicht Wifi bräuchte. Erstens war ich sau froh, dass mal jemand Englisch sprechen kann und zweitens brauchte ich ja wirklich Wifi. Er meinte, dass er ne Bar hätte mit AirConditioning und halt Wifi… sei gleich da um die Ecke. Ich so: „okay“. Noch eben zu 7Eleven und dann würde ich dann wahrscheinlich kommen. Nein, das ginge nicht. Nur jetzt war „special time“ und nicht in zehn Minuten. Und sowieso: Das Taxi würde schon warten. Mit dem Taxi zur Bar um die Ecke. Jaja, is klar.

Jetzt hab ich wieder viel gelästert. Sorry… Wollte ich eigentlich gar nicht. Es ist wirklich schön hier. Echt jetzt. und ich will eigentlich gar nicht mehr weg. Aber ein Sauerstoffzelt wäre echt nicht schlecht.

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